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Heileurythmie

WAS IST HEILEURYTHMIE / EURYTHMIETHERAPIE ?
Infos zum Ausdrucken: PDF – Was ist Heileurythmie?

Die Heileurythmie oder Eurythmietherapie, ist eine Bewegungstherapie, die bereits seit 80 Jahren erfolgreich angewandt wird. Neben ihrer vielfältigen Indikation bei akuten, chronischen und degenerativen Erkrankungen wird Heileurythmie zur Prävention unter den Gesichtspunkten der Salutogenese sowie zur Prophylaxe und Nachsorge eingesetzt.

Entstehung und Entwicklung
Die Heileurythmie gehört zu den Therapiemethoden der Anthroposophischen Medizin, die von Dr. Rudolf Steiner (1861-1925) entwickelt wurde. Die Anthroposophische Medizin ist eine Erweiterung der Schulmedizin, die neben der naturwissenschaftlichen Betrachtung die seelischgeistige Ebene des Menschen in die Behandlung mit einbezieht. Seit 1921 wird Heileurythmie in zunehmendem Maße in den verschiedensten Fachbereichen angewandt, weiter erforscht, entwickelt und wissenschaftlich dokumentiert.

Wie Heileurythmie wirkt

Therapeutischer Ansatz
Beim gesunden Menschen wirken die Kräfte der physischen, seelischen und geistig-individuellen Ebene harmonisch ineinander. Eine Erkrankung ist eine Störung dieser Kräftekonstellation. Gezielte heileurythmische Bewegungsübungen bringen diese Ebenen wieder in ein gesundes Gleichgewicht. Der Patient kann in therapeutischer Begleitung den Heilungsprozess selbst aktiv mitgestalten.

Bewegung – das therapeutische Mittel
Die Grundelemente der Heileurythmie sind die in Bewegung umgewandelten Laute unserer Sprache, die je nach Indikation und therapeutischer Zielsetzung spezifisch angewandt werden. Die Gestaltungsdynamik, die in der Lautbildung – d.h. im Aussprechen von Vokalen und Konsonanten -enthalten ist, wird in der Heileurythmie in Bewegung umgesetzt und erlebbar gemacht.

Wann Heileurythmie angewandt wird

Im Rahmen der Anthroposophischen Medizin findet Heileurythmie Anwendung bei allen akuten, chronischen oder degenerativen Erkrankungen des Nervensystems, des Herz-Kreislaufsystems, des Stoffwechselsystems und des Bewegungsapparates. Bei kindlichen Entwicklungsstörungen und Behinderungen sowie in der Psychosomatik und Psychiatrie.
Auch zur Prävention im Sinne der Salutogenese – der Gesunderhaltung des Menschen – sowie zur Prophylaxe und Nachsorge wird Heileurythmie zunehmend erfolgreich eingesetzt.

Indikationsbeispiele
ADS, Ängste, Allergien, Anämie, Anorexie, Apoplexie, Asthma, Augenerkrankungen, Bettnässen, Bulimie, Borderline, CFS, Cerebrale Störungen, Colitis, Depression, Diabetes Mellitus, Entwicklungsstörungen, Epilepsie, Fibromyalgien, Hauterkrankungen, Herzerkrankungen, HIV, Hormonelle Störungen, Hyperkinetisches Syndrom, Ischialgien, Kopfschmerz, Koordinationsstörungen, Kreislaufstörungen, Lähmungen, Multiple Sklerose, Morbus Crohn, Nervenerkrankungen, Nierenerkrankungen, Neurodermitis, Obstipation, Psoriasis, PTBS, Tumorerkrankungen, Zahnfehlstellungen…

In freien Praxen, Therapeutika und bei Hausbesuchen
Heileurythmie wird vom behandelnden Arzt verordnet und nach einem individuell aufgestellten Therapieplan von Heileurythmisten durchgeführt – sie findet in der Regel als Einzeltherapie statt. Eine Therapieeinheit dauert 45 Minuten (incl. Nachruhe).
Ein Behandlungszyklus umfasst 10-12 Einheiten.

In Kliniken
In zahlreichen Kliniken – Akutkrankenhäusern, Psychiatrischen und Psychosomatischen Kliniken -wird Heileurythmie in Fachbereichen wie Innere Medizin, Onkologie, Neurologie, Chirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie etc. als Einzel- oder auch Gruppentherapie angewandt.
Je nach Bereich ist hier eine Spezialisierung der heileurythmischen Arbeit erforderlich. Heileurythmie findet in der akuten Krankheitssituation während eines Klinikaufenthaltes täglich statt.
Heileurythmie kann im Stehen, im Sitzen oder auch im Liegen angewandt werden – auch bei Patienten, die selbst kaum oder gar nicht bewegungsfähig sind.

In Schulen und Kindergärten
Heileurythmie ist ein fester Bestandteil der Waldorfpädagogik. Je nach Notwendigkeit wird von Arzt, Eltern, Pädagogen und Therapeut gemeinsam ein individueller Therapieplan für die Förderung durch Heileurythmie entwickelt und innerhalb der jeweiligen Einrichtung ausgeführt. Im Sinne der Salutogenese – der Gesunderhaltung – wird gerade auch im Entwicklungsalter schon Entscheidendes bewirkt. Pädagogisch-therapeutisch gefördert werden hier Kinder und Jugendliche mit Wachstums- und Haltungsstörungen, Fehlsichtigkeit, Schlafstörungen, Bettnässen, Pubertätsschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, Entwicklungs- und Wahrnehmungsstörungen.

Wo Heileurythmie auch angewandt wird

In heilpädagogischen und sozialtherapeutischen Einrichtungen
In Sanatorien und Rehabilitationszentren
In Altenheimen

Infos zum Ausdrucken: PDF – Was ist Heileurythmie?

Adressen der Berliner Heileurythmisten finden Sie im Adressverzeichnis des Arbeitszentrums als PDF: www.agberlin.de/Adressenverzeichnis

Termine

  • 19. Januar 2018 18:00Ton-Eurythmie Fortbildungskurs für Eurythmisten mit DOROTHEA MIER
  • 22. März 2018 19:00Oster- & Solo-Abschluss – Eurythmiestudenten 1-4 Jahr
  • 4. Mai 201820.00 Uhr - PATCHWORK Festival

AEC v1.0.4

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